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Holzkreuz am Haus Weber

Prozessionsweg wieder komplett

Urmitz Holzkreuz Fronleichnam

Die heutige Ringstraße (Im Graben) war bis etwa im Jahr 1900 die südliche Ortsbegrenzung. Die Fronleichnamsprozession ging früher um das Dorf herum. Nur die Kirmesprozession geht heute noch diesen alten Prozessionsweg.
Nach den Glaubensvorstellungen unserer Vorfahren hatte dieser Prozessionsweg eine gewisse Schutzfunktion. Das galt auch für die "strategische" Platzierung der Wegkreuze im Außenradius der Ringstraße.

Neben dem Kreuz des Schultheis und dem Wegkreuz des Dietrich vom Hahn schmückte bis 1963 ein Holzkreuz am Hause Mohr, Ecke Ringstraße/Hauptstraße 69, den dritten Altar der Fronleichnamsprozession. Der Korpus des Kreuzes wurde in den 1970er Jahren gestohlen. 1985 wurde von Arthur Schwenk ein neuer Holzkorpus geschnitzt, der von der Nachbarschaft bezahlt wurde.

Urmitz Holzkreuz Fronleichnam Bürgermeister Norbert Bahl

Im Frühjahr 2000 wurde dieser Korpus mutwillig beschädigt, indem die Beine des Christuskörpers abgebrochen wurden. Im Frühjahr 2004, vor der 1250-Jahr-Feier der Gemeinde Urmitz, wurden die Beine des Christuskörpers von Gottfried Hammer ergänzt und zugleich das gesamte Kreuz mit Holzlasur restauriert.

Nach dem Verkauf des Hauses musste das Holzkreuz dort entfernt werden. Der Museumsverein hat die Gelegenheit genutzt, das Kreuz erneut zu restaurieren. Jetzt hat sich die Familie Weber bereit erklärt, dem Kreuz an der Fassade ihres frisch renovierten Hauses an der Kreuzung Hauptstraße/Dürmerstraße eine neue Heimat zu geben. Die Dachdeckerfirma Alke hat mit einem kleinen Überdach zum Schutz des Kreuzes beigetragen.

Ortsbürgermeister Norbert Bahl bedankte sich bei allen Beteiligten für den Beitrag zur Bewahrung eines bedeutenden Elementes der Urmitzer Geschichte.

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