Seitenanfang

Masterstudierende erstellen Vorstudie

Die neue Ortsmitte

Urmitz Vereinsstätte

Im Rahmen des Vorlesungsmoduls Holzbau-3 entwickelten vier Studierende ein innovatives Tragwerkskonzept für die geplante, gemeindeeigene Vereinsstätte mit darüber liegendem Wohnraum.

Wie die Rheinzeitung bereits am 06. März 2019 berichtete, beabsichtigte die Gemeinde Urmitz damals den Kauf der ehemaligen Gaststätte „Zur Krone“ inmitten des Ortes. Nach Abriss der Bestandsgebäude soll dort eine Vereinsstätte mit darüber liegenden barrierefreien Wohneinheiten entstehen. Inzwischen wurde der Kaufvertrag für die gesamte Liegenschaft mit insgesamt rund 620 m² Grundfläche unterzeichnet und somit alle Weichen zur Realisierung des Projekts gestellt.

Parallel dazu begann die Gemeinde sofort mit der Planung. Zunächst holte Sie die späteren Nutzer des Vereinsheims an einen Tisch, um gemeinsam mit Ihnen in einer Bedarfsermittlung die Anforderungen an die spätere, im Erdgeschoss befindliche Vereinsstätte festzulegen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass der ca. 150 m² große Plenar- und Probesaal das Kernstück des Gebäudes bilden soll. Insbesondere für die Proben des Urmitzer Musikvereins wird dieser Raum von enormer Bedeutung sein. Neben der Größe des Raumes ist auch eine entsprechende Raumhöhe sowie die Konstruktion ohne sichtbare Stützen für eine vorteilhafte Akustik vonnöten.

Mit diesen und weiteren Nutzeranforderungen wandte sich die Gemeinde an Prof. Dipl.-Ing. Tim Göckel, Professor für Holzbau und Konstruktive Grundlagen im Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe an der Hochschule Koblenz. Gemeinsam wurde hieraus eine Aufgabenstellung für Studierende entwickelt, die zusätzlich über der im Erdgeschoss befindlichen Vereinsstätte die Integration einer Ebene mit barrierefreien Wohneinheiten berücksichtigte. „Es ging darum, das Gesamttragwerk der zukünftigen Vereinsstätte in einer nachhaltigen Holzbauweise auf dem Niveau einer Vorentwurfsplanung zu entwerfen“, erklärt Prof. Dipl.-Ing. Tim Göckel. Vier Studenten des Masterstudiengangs Bauingenieurwesen nahmen sich im Rahmen einer Hausarbeit im Bereich Holzbau dieser Aufgabe an. Am 14.08.2019 wurde die Planungsergebnisse vor Vertretern der Gemeinde und des Ortsgemeinderats im Urmitzer Rathaus präsentiert.

Urmitz Vereinsstätte

In ihrem Planungsentwurf fokussierten sich die Masterstudenten vor allem auf eine Holzbauweise, die verschiedene Vorteile wie beispielsweise geringe Kosten, eine trockene Bauausführung und eine verkürzte Bauzeit mit sich bringt. Zum Konzept gehören außerdem der Einsatz von Decken in Holz-Beton-Verbundweise, eine leistungsstarke Hybridkonstruktion aus den Werkstoffen Holz und Beton: Durch den materialgerechten Einsatz von Beton und Holz könne man die Eigenschaften beider Werkstoffe optimal nutzen, was zu hochleistungsfähigen Bauteilen mit sehr guten Schallschutzeigenschaften und vorteilhaftem Schwingungsverhalten führe.

Die Mitglieder des Gemeinderates seien von den Ergebnissen sehr angetan gewesen, berichtet Prof. Göckel. „Die Präsentation der Planungsergebnisse ist nun für die Gemeinde Urmitz ein gelungener Startschuss für alle weiteren möglichen Schritte und Planungen. Denn eine neue Vereinsstätte soll es wohl definitiv geben.“
Im nächsten Schritt werden die in der Bedarfsermittlung festgestellten Nutzeranforderungen sowie Erkenntnisse aus dem Konzept der Hochschule Koblenz aufbereitet und in einem Lastenheft zusammengefasst. Dies soll dann im Weiteren die Grundlage für eine öffentliche Ausschreibung der Planungsleistung mit Teilnahmewettbewerb sein. Sofern die Terminplanung des Projekts es zulässt, könnte sogar noch über architektonische Studien in Kooperation mit der Hochschule Koblenz nachgedacht werden.

Kontakt

Les-Noes-Platz 1
56220 Urmitz

Tel: (02630) 70 48
Fax: (02630) 96 93 61

E-Mail: info@urmitz.de

Bürostunden:
Montag und
Donnerstag:
17.00 - 19.00 Uhr
und
Mittwoch
17.00 - 19.00 Uhr
nach Vereinbarung