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Ehrung für Manfred Kuhn

Regionalpolitiker mit Herz

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Foyer der Peter-Häring-Halle in Urmitz wurde Manfred Kuhn für sein langjähriges Engagement für die Menschen in Urmitz und der Verbandsgemeinde Weißenthurm mit der Auszeichnung "Regionalpolitiker mit Herz" geehrt, welche einmal im Jahr vom SPD-Gemeindeverband Weißenthurm vergeben wird.

An der Ehrung nahmen neben Freunden, Verwandten und Vertretern der SPD-Ortsvereine auch der SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz sowie der Landtagsabgeordnete Marc Ruland teil. Die nachstehende Laudatio hielt Ortsbürgermeister Norbert Bahl.

Zum 2. Mal wird seitens des SPD Gemeindeverbands die Auszeichnung „Regionalpolitiker mit Herz“ vergeben. Dies ist eine Auszeichnung für Persönlichkeiten, die eine bodenständige Politik gemacht, Menschen in die politischen Entscheidungen einbezogen, die Nähe zum Bürger gepflegt und sich damit um das Ansehen der SPD in der Verbandsgemeinde Weißenthurm verdient gemacht haben. Dies ist in der Person von Manfred Kuhn in besonderer Weise gegeben.
Manfred Kuhn wurde 1942 in Ostpreußen geboren und wohnte nach der durch das Kriegsende bedingten Flucht über Schleswig-Holstein ab April 1946 in Urmitz, dem Geburtsort seiner Mutter. Er ist seit 1968 mit Elisabeth verheiratet und hat 2 Töchter und 2 Söhne.
Nach dem Besuch der Volksschule in Urmitz machte er 1962 sein Abitur am Max-von-Laue-Gymnasium in Koblenz. Anschließend studierte er Volkswirtschaft an der Uni in Köln. Nach einer 3-jährigen Tätigkeit in der Privatwirtschaft wechselte er 1970 in die Bundeswehrverwaltung. Dort hatte er verschiedene Funktionen im Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, im Verteidigungsministerium, bei der NATO und der Deutschen Botschaft in Paris inne. Zuletzt war er Regierungsdirektor und Referatsleiter im Koblenzer BWB.
Manfred war schon immer ein Vereinsmensch und wollte sein Umfeld aktiv mit gestalten. So profitierte z. B. der Sport in Urmitz viele Jahre von seinem Engagement. Er übernahm von 1982 bis 1990 den Vorsitz des Turn- und Sportvereins Urmitz und ist seit 1995 Vorsitzender des Fördervereins Handball.
Die deutsch-französische Freundschaft liegt ihm nicht nur wegen seiner beruflichen Etappe in Paris besonders am Herzen. Bis heute nimmt er mit seiner Frau Elisabeth am Austausch mit der Gemeinde Les Noes regelmäßig teil.
Seine politische Karriere ist vielen sicherlich bekannter. Manfred hatte 15 Jahre, von 1994 bis 2009, die Funktion des Ortsbürgermeisters von Urmitz inne. In dieser Zeit hat er sich in vielerlei Hinsicht um die Gemeinde verdient gemacht. Beispielhaft seien hier die Schaffung von Jugendtreff, Internetcafé sowie die Umsetzung der Spielleitplanung in Urmitz genannt. Sein Hauptaugenmerk lag von Anfang an bei den Kindern und Jugendlichen, wohl wissend, dass hier der Grundstein für eine attraktive Gemeindepolitik liegt. Weitere Meilensteine waren Dorfmuseum, Foyer der Sporthalle, Weihnachtsmarkt, Schiffsanleger und die Wiederbelebung alter Traditionen. Die Aufzählung könnte man beliebig fortsetzen. Insgesamt ist ihm zu verdanken, dass sich Urmitz als Wohnort einer zunehmenden Beliebtheit erfreut. Weiter hat er einen neuen Stil im Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Urmitzer Ortsvereinen eingeführt. Er hat die Bürgersprechzeiten erheblich ausgebaut, an allen Vereinsveranstaltungen teilgenommen, sozusagen „Urmitz gelebt“. Bürgernähe war für ihn oberste Pflicht.
Aber auch über die Ortsgrenzen hinaus hat sich Manfred politisch in alle Gremien, vom Gemeinderat über Verbandsgemeinderat bis hin zum Kreistag eingebracht. 1964 ist er in die SPD eingetreten. Dem Ortsgemeinderat gehörte er von 1969 bis 1976 und von 1984 bis 1987 an. Manfred war insgesamt 14 Jahre Mitglied im Verbandsgemeinderat. Davon viele Jahre als Fraktionsvorsitzender. Von 2004 bis 2009 war er darüber hinaus Mitglied des Kreistages.
All dies reicht eigentlich für 2 Menschenleben. Manfred Kuhn gehört aber auch mit seinen 74 Jahren noch nicht zum „alten Eisen“.
Im Jahr 2003 hat er den Vorsitz der DRK-Ortsverbands Urmitz übernommen und hat diese Funktion bis heute inne. Er hat den Verband, übrigens einer von nur dreien in der VG, der kurz vor der Schließung stand, gerettet, modernisiert und zukunftsfähig gemacht.
Manfred Kuhn ist seit Gründung der Bürgerstiftung der Verbandsgemeinde Weißenthurm Mitglied des Vorstands und fördert in dieser Funktion Wissenschaft, Forschung, öffentliche Gesundheitspflege, aber auch die Jugend- und Altenhilfe sowie Heimatpflege und Heimatkunde in unserer Verbandsgemeinde.
Seit 10 Jahren ist Manfred ehrenamtlich Richter am Verwaltungsgericht, wo seine Lebens- und Berufserfahrung ganz besonders geschätzt wird.
Bei all dem, was ich hier aufgelistet habe ist ganz besonders bemerkenswert, dass Manfred nie seine Person in den Vordergrund gestellt, sondern sich immer aus Überzeugung für die Verbandsgemeinde Weißenthurm und die Menschen die dort leben eingesetzt hat.
Für sein herausragendes Engagement hat Manfred Kuhn schon viele Ehrungen erfahren, so wurde er im Jahr 2009 vom damaligen Staatssekretär Roger Lewentz mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet und 2011 wurde ihm in Urmitz die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Darüber hinaus erwähne ich gerne, dass Manfred ein Mensch mit spannenden Einsichten zum Weltgeschehen ist. Sein geschichtliches Wissen ist beeindruckend und sein Rat ist immer gerne gefragt. Dies alles macht ihn zu einem angenehmen und gleichzeitig geselligen Gesprächspartner.
Sein Sich-Einbringen hat Respekt und Anerkennung verdient und rechtfertigt die Verleihung der Auszeichnung „Regionalpolitiker mit Herz“.

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