Das Jahr 2008
Neue Vereinsringvorsitzende gewählt
Am 12.08.2008 trafen sich die Vertreter der Urmitzer Ortsvereine im Rathaus zur Wahl des neuen Vereinsringvorsitzenden. Reinhold Müller hatte schon im vergangenen Jahr seinen Rücktritt angekündigt. Er führte 32 Jahre erfolgreich die Geschicke der Urmitzer Vereine. Es war sicher nicht immer einfach, die umfangreichen Termine unter einen Hut zu bringen. Dafür sprachen ihm die Anwesenden Lob und Anerkennung aus.

Einstimmig wurde Juliane Nieland als Nachfolgerin gewählt. Ortsbürgermeister Kuhn und der alte Vereinsringvorsitzende Reinhold Müller wünschten der neuen Vereinsringvorsitzenden viel Glück und alles Gute. Als Einstieg wurde ihr von Reinhold Müller die Satzung des Vereinsrings überreicht.
Die neue Vereinsringvorsitzende dankte den Anwesenden für das entgegengebrachte Vertrauen und setzte sich zum Ziel, die bisher gute Arbeit von Reinhold Müller fortzuführen.
Marcel Kirstges geehrt
Mit einem Empfang im Rathaus ehrte die Ortsgemeinde Urmitz die Leistungen des Urmitzer Leichtathleten Marcel Kirstges. Der für die LG Rhein-Wied startende 17-jährige B-Jugendliche, wurde bei den deutschen Meisterschaften in Berlin 1. im Weitsprung und 2. über 100 m und 200 m.

v.l. Ortsbürgermeister Manfred Kuhn, Trainer Martin Schmitz, Marcel Kirstges, Trainer Manfred Jürgenliemk

Marcel Kirstges zusammen mit seinen ehem. Trainern vom SV Urmitz
v.l. Ortsbürgermeister Manfred Kuhn, Heike Schüller, Eddy Nocker, Kurt Schüller, Marcel Kirstges
Vor-Tour der Hoffnung machte Station in Urmitz-Rhein
Am 05. August 2008, pünktlich um 18.00 Uhr, radelten über 100 Radfahrer über die Koblenzer Straße zum Les Noes-Platz, wo Bürgermeister Kuhn und viele Urmitzer bereits voller Spannung warteten. Bei herrlichem Sonnenschein wurden auf der bereitgestellten Bühne viele Schecks und Bargeld zugunsten krebskranker Kinder an die Schirmherrin Petra Behle (Olympiasiegerin und 9-fache Weltmeisterin im Biathlon) überreicht.

Bürgermeister Kuhn überreichte im Namen der Ortsgemeinde Urmitz und vom Arbeitskreis Örmser Weihnachtsmarkt einen Scheck über 1000 €.
Für diesen guten Zweck haben viele Privatpersonen (z.B. Altbürgermeister Erich Oden) und Vereine (z.B. Tanzsport und RSC Rückenwind) gespendet. Auch die Firmen KFZ-Helmer, Höfer II, KANN und die Raiffeisenbank Mittelrhein e.G. schlossen sich an. Die Firma Getränke Both sorgte für die Versorgung der Radfahrer. Am Ende konnte ein Betrag von über 3.000 € verbucht werden. Hinzu kommen noch die zahlreichen Direktüberweisungen auf das Spendenkonto der Tour der Hoffnung.

v.l.n.r.: Bürgermeister Manfred Kuhn, Paulhorst Kann, Jürgen Grünwald, Erich Oden, Eberhard Ginger, Petra Helmer, Dietmar Kalt, Klaus-Ulrich Platzer, Ulla Couvreux, Petra Behle, Hedda zu Putlitz, Nicole Faust, Dr. Franz-Josef Kemper, Wilhelm-Josef Sebastian
Mit dem Rennrad ins bayerische Miltenberg
RSC Rückenwind e.V. Urmitz zeigte sich wieder von der sportlichen Seite
Das Team Junkerstück, ein seit fast 2 Jahrzehnten sportlich aktiver Freundeskreis, hatte zum wiederholten Male für die Mitglieder des Mutterclubs RSC Rückenwind e.V. eine Jahrestour organisiert.
Nach den Highlights der letzten Jahre wie Colmar, Luxemburg oder zuletzt Monschau einigten sich die Radsportfreunde Anfang diesen Jahres mit dem unterfränkischen, geschichtsträchtigen Städtchen Miltenberg schnell auf ein neues Ziel.
Am Samstag, den 05.07.2008 starteten sie in dem bekannten Rheinort Bacharach. Die Voraussetzungen waren gut. Alle hatten gut trainiert und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite.

Die Mitglieder des Teams – Peter Frey, Alfred Höfer, Ditmar Höfer, Gerhard Kessler, Ralf Mohr, Jürgen Theis und Norbert Wessel – fuhren zunächst entlang des Rheins bis nach Bingen. Anschließend folgte man dem Verlauf der Nahe bis nach Langenlonsheim. Die Strecke war im Wesentlichen flach und somit ideal zum Einfahren. Vorbei an Sprendlingen ging es nun über den bekannten Weinort Gau-Bickelheim in die rheinhessische Hügellandschaft, bis man nach ca. 50 km und den ersten Anstiegen Schornsheim erreichte.
Nach einer kleinen Rast – die Frauen der Radfreunde waren mit ihren PKW´s vorgefahren und warteten schon, um mit belegten Brötchen, Bananen, Keksen und kühlen Getränken den Energiebedarf zu decken – ging es weiter. Inzwischen hatte sich die wärmende Kraft der Sonne voll entfaltet. Es machte Spaß, dem Ziel entgegenzufahren.
Die Straße führte die Freunde nun direkt an den Rhein nach Nierstein. Dort setzten sie mit der Fähre auf die rechtsrheinische Seite über, um anschließend die Fahrt über Geinsheim und Griesheim nach Pfungstadt fortzusetzen. Die Strecke war wieder im Wesentlichen flach. Die Herausforderungen an die Fitness der einzelnen Radfahrer hielt sich noch in Grenzen. Dies änderte sich jedoch, als sie in den Odenwald hinein fuhren und das Städchen Höchst anpeilten. Zuvor machten sie nochmals eine letzte Pause in Nieder-Ramstadt. Inzwischen hatten sie mehr als 100 km hinter sich gebracht und es war Mittagszeit. Eine Stärkung musste her. Außerdem mussten die Getränkeflaschen aufgefüllt werden. Die Sonne forderte ihren Tribut.
Nachdem die Radsportler nach einer weiteren Stunde Höchst im Odenwald erreichten, stellte die Streckenführung nochmals und am heutigen Tag vielleicht auch die stärksten Anforderungen an ihre körperliche Fitness. Die Straße führte nur noch bergauf. Hinter jeden Kurve erhofften sich die Freunde ein Ende des Anstiegs. Doch weit gefehlt. Erst nach mehreren Kilometern und etwa 2 Kilometer vor Seckenbach war der höchste Punkt erreicht. Es sollte die letzte Anstrengung gewesen sein, denn nun ging es über 5 Kilometer nur bergab bis nach Wörth am Main. Das war höchster Genuss und es zeigte sich mal wieder, dass beim Radfahren jede Anstrengung irgendwann belohnt wird.
Nun waren es nur noch 15 Kilometer bis zum Ziel der diesjährigen Tour. Nach etwas mehr als 6 Stunden und 160 km gefahrenen Kilometern überquerten sie schließlich den Main, durchfuhren das Brückentor zu Miltenberg und erreichten ihr Domizil in der schönen Altstadt.

Nachdem die Räder im Hotel untergebracht und die speziellen Radschuhe gegen straßentaugliche Schuhe getauscht waren, machten sich die Freund zusammen mit ihren Frauen in die Altstadt, welche an diesem Wochenende durch das 5. Frankenfest einen zusätzlichen Flair erhielt. Bei einigen Hefeweizen im „Riesen“, dem ältesten Gasthaus in Deutschland, spülten sie die Strapazen der Fahrradtour runter.
Mit einem fröhlichen und stimmungsvollen Abend endete der erfolgreiche Tag. Am Sonntag rundete eine Stadtführung die schönen Erlebnisse ab. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im „Bannhaus“, einem ehemaligen Gefängnis, ging es am Nachmittag mit dem Auto zurück nach Urmitz. An die schönen gemeinsamen Erlebnisse wird man noch lange zurückdenken.
August 2008
Anlegestelle für die Personenschifffahrt
erweitert das touristische Angebot
Die gute und enge Zusammenarbeit der beiden Rheingemeinden Urmitz und Kaltenengers hat eine lange Tradition. Nun ist ein weiterer wichtiger Mosaikstein hinzugekommen: Gemeinsam verwirklichten die Kommunen eine Anlegstelle für die Personenschifffahrt. Im Rahmen eines Festaktes wurde die Anlage im Beisein der Ratsmitglieder beider Gemeinden nun auch offiziell ihrer Zweckbestimmung übergeben.
So „ganz neu“ ist die Anlage nicht, wie Ortsbürgermeister Manfred Kuhn bei der Begrüßung der geladenen Gäste feststellte. Der Orts-Chef hatte einige interessante Details über die Anlegestelle in Erfahrung gebracht. Behilflich war ihm hierbei das Ehepaar Frings, welches die Anlegestelle zuletzt für das letzte auf dem Rhein verkehrende Proviantboot nutzten. „Ursprünglich war die Anlage ein Element der Schiffsbrücke in Koblenz, welches dann im Wallersheimer Hafen zur Verschrottung landete“, begann Kuhn seine Ausführungen. Die Gebrüder Frings benötigte nach der Verlegung des Aalschockers in die Rheinanlagen eine neue Anlegstelle, so dass das zunächst zur Verschrottung vorgesehene Element entsprechend umgebaut und von der Schiffproviantfirma genutzt wurde. Diesem Unternehmen diente es bis zum Jahr 2005. Auf gemeinsame Initiative der Ortsbürgermeister Kuhn und Hüsges wurde die Anlegestelle erworben und im Anschluss von der Urmitzer Fachfirma ATS Antennenträger Systembau GmbH saniert. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH gewährte einen Zuschuss von 50 % zu den Gesamtkosten (48.000 Euro), die beiden Rheindörfer finanzierten jeweils 25 %.
Die Standortfrage wurde ohne lange Diskussionen geklärt, wie Josef Hüsges erläuterte: „Bei uns ist das Ufer einfach zu flach“, so der Kaltenengerser Ortsbürgermeister. Hüsges betonte, dass die offizielle Freigabe ein erster wichtiger Schritt sei. Mindestens genauso wichtig sei jedoch, dass man einen Fahrplan aufstelle, damit die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde auch wissen, wann Möglichkeiten zum Zustieg bestehen.
Herzliche Worte der Gratulation für Rat und Verwaltung der Verbandsgemeinde Weißenthurm überbrachte der Erste Beigeordnete Georg Hollmann. Die Verbandsgemeindeverwaltung war den beiden Gemeinden bei der Realisierung des Vorhabens in vielfacher Hinsicht behilflich. Hollmann betonte, dass die Verbandsgemeinde mit der eigens ins Leben gerufenen Lenkungsgruppe verstärkt im touristischen Bereich tätig sei. Die Landebrücke für die Personenschifffahrt eröffnete des Rheingemeinden, die sich aufgrund des Leinpfades ohnehin schon bei Rad- und Wandertouristen großer Beliebtheit erfreuen, neue Perspektiven. Beispielhaft erwähnte der Erste Beigeordnete in diesem Zusammenhang die Bundesgartenschau 2011: „Der Anfahrtsweg über den Rhein ist für die Besucher sicherlich besonders attraktiv“, so Georg Hollmann. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Anlegestelle ein sicherer Start- und Zielort für möglichst viele Passagiere sei. „Wir versprechen uns viel von der Schiffsanlegestelle; sind aber auch auf die Zusammenarbeit mit den Reedern angewiesen“, so Hollmann.
Gemeinsam mit den beiden Ortsbürgermeister durchtrennte er schließlich das obligatorische Band zur Schiffsanlegestelle, die damit auch offiziell in Betrieb genommen wurde.

Von links nach rechts: Der Urmitzer Ortsbürgermeister Manfred Kuhn, der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Weißenthurm Georg Hollmann und der Kaltenengerser Ortsbürgermeister Josef Hüsges übergaben die Schiffsanlegestelle gemeinsam ihrer Zweckbestimmung

Dem Festakt wohnten auch das Ehepaar Frings bei, die bis vor wenigen Jahren die Anlegestelle für ihr Schiffsproviantboot nutzten.

Der Erste Beigeordnete Georg Hollmann erläuterte den Gästen, in welchen Bereichen die Verbandsgemeinde Weißenthurm zukünftig touristische Schwerpunkte setzen möchte.