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Das Jahr 2008
August 2008
Anlegestelle für die Personenschifffahrt
erweitert das touristische Angebot
Die gute und enge Zusammenarbeit der beiden Rheingemeinden Urmitz und Kaltenengers hat eine lange Tradition. Nun ist ein weiterer wichtiger Mosaikstein hinzugekommen: Gemeinsam verwirklichten die Kommunen eine Anlegstelle für die Personenschifffahrt. Im Rahmen eines Festaktes wurde die Anlage im Beisein der Ratsmitglieder beider Gemeinden nun auch offiziell ihrer Zweckbestimmung übergeben.
So „ganz neu“ ist die Anlage nicht, wie Ortsbürgermeister Manfred Kuhn bei der Begrüßung der geladenen Gäste feststellte. Der Orts-Chef hatte einige interessante Details über die Anlegestelle in Erfahrung gebracht. Behilflich war ihm hierbei das Ehepaar Frings, welches die Anlegestelle zuletzt für das letzte auf dem Rhein verkehrende Proviantboot nutzten. „Ursprünglich war die Anlage ein Element der Schiffsbrücke in Koblenz, welches dann im Wallersheimer Hafen zur Verschrottung landete“, begann Kuhn seine Ausführungen. Die Gebrüder Frings benötigte nach der Verlegung des Aalschockers in die Rheinanlagen eine neue Anlegstelle, so dass das zunächst zur Verschrottung vorgesehene Element entsprechend umgebaut und von der Schiffproviantfirma genutzt wurde. Diesem Unternehmen diente es bis zum Jahr 2005. Auf gemeinsame Initiative der Ortsbürgermeister Kuhn und Hüsges wurde die Anlegestelle erworben und im Anschluss von der Urmitzer Fachfirma ATS Antennenträger Systembau GmbH saniert. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH gewährte einen Zuschuss von 50 % zu den Gesamtkosten (48.000 Euro), die beiden Rheindörfer finanzierten jeweils 25 %.
Die Standortfrage wurde ohne lange Diskussionen geklärt, wie Josef Hüsges erläuterte: „Bei uns ist das Ufer einfach zu flach“, so der Kaltenengerser Ortsbürgermeister. Hüsges betonte, dass die offizielle Freigabe ein erster wichtiger Schritt sei. Mindestens genauso wichtig sei jedoch, dass man einen Fahrplan aufstelle, damit die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde auch wissen, wann Möglichkeiten zum Zustieg bestehen.
Herzliche Worte der Gratulation für Rat und Verwaltung der Verbandsgemeinde Weißenthurm überbrachte der Erste Beigeordnete Georg Hollmann. Die Verbandsgemeindeverwaltung war den beiden Gemeinden bei der Realisierung des Vorhabens in vielfacher Hinsicht behilflich. Hollmann betonte, dass die Verbandsgemeinde mit der eigens ins Leben gerufenen Lenkungsgruppe verstärkt im touristischen Bereich tätig sei. Die Landebrücke für die Personenschifffahrt eröffnete des Rheingemeinden, die sich aufgrund des Leinpfades ohnehin schon bei Rad- und Wandertouristen großer Beliebtheit erfreuen, neue Perspektiven. Beispielhaft erwähnte der Erste Beigeordnete in diesem Zusammenhang die Bundesgartenschau 2.011: „Der Anfahrtsweg über den Rhein ist für die Besucher sicherlich besonders attraktiv“, so Georg Hollmann. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Anlegestelle ein sicherer Start- und Zielort für möglichst viele Passagiere sei. „Wir versprechen uns viel von der Schiffsanlegestelle; sind aber auch auf die Zusammenarbeit mit den Reedern angewiesen“, so Hollmann.
Gemeinsam mit den beiden Ortsbürgermeister durchtrennte er schließlich das obligatorische Band zur Schiffsanlegestelle, die damit auch offiziell in Betrieb genommen wurde.

Von links nach rechts: Der Urmitzer Ortsbürgermeister Manfred Kuhn, der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Weißenthurm Georg Hollmann und der Kaltenengerser Ortsbürgermeister Josef Hüsges übergaben die Schiffsanlegestelle gemeinsam ihrer Zweckbestimmung

Dem Festakt wohnten auch das Ehepaar Frings bei, die bis vor wenigen Jahren die Anlegestelle für ihr Schiffsproviantboot nutzten.

Der Erste Beigeordnete Georg Hollmann erläuterte den Gästen, in welchen Bereichen die Verbandsgemeinde Weißenthurm zukünftig touristische Schwerpunkte setzen möchte.
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