Seitenanfang

Aalschokker in den Rheinanlagen

Die Aalfischerei spielte bei uns bis zum Beginn der sechziger Jahre eine nicht unbedeutende Rolle.

Der Fischer Heinrich Frings und seine beiden Brüder besaßen drei Aalschokker. Die Schiffe lagen in der Fangsaison der Aale, vor allem im September und Oktober, versetzt zueinander bei Rheinkilometer 604 in der Fahrrinne, mit festen Seilen am Ufer vertäut. Für den Fang waren drei Frischwasserbecken mit einer Länge von 4,55 m, einer Breite von 1,60 m und einer Höhe von 1,45 m bis 1,75 m an Bord. Das Fischernetz war 25 m lang und 12 m breit. Die Fänge fanden nachts statt, da dann die Aale mit dem Strom "flossen" und in die Netze gerieten. Bis zu 6 Zentner Fisch wurden so pro Nacht eingeholt.

Den letzten der Aalschokker gaben die Gebrüder Frings 1964 auf und er diente schließlich als Steiger-Schwimmer. Als das Wasser- und Schifffahrtsamt die Verschrottung verlangte, beschloss der St. Nikolaus-Schifferverein im Jahr 1986, das 15 Meter lange und fünf Meter breite Schiff zu landen, auf den Rheinwiesen vor Urmitz zu verankern und als Denkmal für die Rheinfischerei zu pflegen.

Während eines Rheinhochwassers 1987 gelang es, den Schokker auf den Rheinwiesen zu verankern, wo er später einbetoniert wurde. Am 21. und 22. Mai 1988 wurde dieses 'Denkmal' mit einer Feier eingeweiht.

Kontakt

Les-Noes-Platz 1
56220 Urmitz

Tel: (02630) 70 48
Fax: (02630) 96 93 61

E-Mail: info@urmitz.de

Bürostunden:
Montag und
Donnerstag:
17.00 - 19.00 Uhr
und
Mittwoch
17.00 - 19.00 Uhr
nach Vereinbarung