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Gedenktafel für Bombenopfer

Am 6. Januar 1945 fallen Bomben auf Urmitz. Ein Volltreffer landet in einem Keller der Hauptstraße. Sieben Menschen kommen dabei ums Leben. Der damals siebenjährige Ernst-Ludwig Höfer verliert die halbe Familie. Eine Gedenktafel erinnert seit 1995 an die Opfer.

Am 6. Januar 1945 fliegen 95 amerikanische B-24-Bomber der 2. US-Bomberdivision in Richtung Koblenz. Ihr Ziel: der Mosel-Verschiebebahnhof. Ihre tödliche Fracht: 420 Tonnen Spreng- und 38 Tonnen Brandbomben. Einige fallen wieder einmal auf Urmitz. Die Sirenen heulen. Mehrere Bewohner in der Hauptstraße fliehen in den Gewölbekeller unter dem Kolonialwarenladen von Jakob Rünz. Eine Bombe durchschlägt ein Haus auf der anderen Straßenseite, bevor sie den bewussten Keller trifft und dort explodiert.

Die kleine Maria Theresia und die erst 32-jährige Mutter, Katharina Höfer, sterben Arm in Arm. Der Explosionsdruck tötet auch die Großmutter, eine Tante sowie drei Nachbarinnen. Der Vater entkommt dem Unglück nur, weil er zu dieser Zeit auf der Arbeit ist.

Kolonialwarenhändler Jakob Rünz beginnt nur wenige Wochen später mit dem Wiederaufbau des Hauses. Die Nachbarn halfen ihm dabei. Doch auch das geht nicht ohne Zwischenfall. Das Gerüst, mühsam aufgebaut, fahren Panzer der Amerikaner um, die im März 1945 in Urmitz einmarschieren.

Seit dem 6. Januar 1995 erinnert an der Hauswand in der Hauptstraße 26 eine Gedenktafel an die Opfer des Bombenangriffs. Diese Tafel soll Mahnmal sein, dass der Krieg Schuldige und Unschuldige gleichermaßen trifft.

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