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Haus Bethlehem

Vom Oktober 1900 bis zum Sommer 1901 wurde in der Urmitzer Schlöffchenstraße auf einem Grundstück der Pfarrei ein Kloster für die Armen Dienstmägde Christi mit dem Mutterhaus in Dernbach errichtet.

Steine und Sand für den Bau stifteten Urmitzer Fabrikanten. Der Urmitzer Darlehenskassenverein spendete 6.000 Mark. Am 15. Oktober 1901 zogen vier Schwestern aus Dernbach in das Haus ein. Das Kloster wurde "Haus Bethlehem" genannt. Die Schwestern widmeten sich zunächst der Krankenpflege. Von 1910 an unterhielten sie auch eine Nähschule und eine Kinderbewahrschule. Das Klostergebäude verblieb jedoch im Besitz der katholischen Kirchengemeinde.

Die Schwestern blieben fast 60 Jahre in Urmitz und wirkten hier segensreich durch die Betreuung von Kranken, die Unterhaltung des Kindergartens und der Nähschule. Langjährige Leiterin der Nähschule war Schwester Pachomia, die am 17. Oktober 1954 ihr 50-jähriges Ortsjubiläum in Urmitz feiern konnte. Anlässlich dieses Jubiläums erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Schwester Mirella war fast 50 Jahre lang hier in der Krankenpflege tätig. Schwester Alwana leitete lange Jahre den Kindergarten. Sie betreute mit einer Helferin etwa 60 Kinder in einer Gruppe.

Zur Grundversorgung bewirtschafteten die Schwestern einen Garten. Ferner war es für die Urmitzer Bürger, besonders Bauern, Bäcker und Metzger eine Ehrensache, die Schwestern mit Lebensmitteln zu versorgen. Bedingt durch den Mangel an Ordensschwestern mussten die Armen Dienstmägde Christi aber 1960 ihre Niederlassung in Urmitz aufgeben.

Am 31. Dezember 1960 wurden die Schwestern von der Gemeinde mit einem feierlichen Dankamt in der Pfarrkirche verabschiedet. Das Schwesterngrab auf dem Friedhof erinnert an das verdienstvolle Wirken der Armen Dienstmägde Christi in Urmitz.

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