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Heiligenhäuschen vor dem Rathaus

Heiligenhäuschen waren immer ein Zeichen der Frömmigkeit und Orte der Besinnung. Die Entstehung des Heiligenhäuschens auf dem Les-Noes-Platz ist leider nicht historisch dokumentiert.

Interessant sind in dem Zusammenhang aber die Hinweise von Walter Häring. Das Bauwerk war aus Bimsstein errichtet. Erst 1845 ist es dem Koblenzer Bauinspektor Ferdinand Nebel gelungen aus Bims, Kalk und Wasser einen Bimsstein herzustellen. Die erste Bimsproduktion in Urmitz erfolgte 1854. Da vielerorts nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1871 Soldaten als Dank für die gute Heimkehr Kapellen gestiftet haben, könnte auch unsere Kapelle aus dieser Zeit stammen. 1984 wurde das Heiligenhäuschen letztmalig renoviert. Dort wurde bis zum Jahre 1963 bei der Fronleichnamsprozession der zweite Segen gegeben.

Im Rahmen einer Neugestaltung des Platzes musste das Heiligenhäuschen abgerissen und unweit davon neu aufgebaut werden. Die offizielle Einweihung erfolgte am 21.02.2014.

Als Glücksfall hat sich im Rahmen der Neugestaltung herausgestellt, dass sich Malermeister und Kirchenrestaurator Willi Wilhelmi bereiterklärt hat, gemeinsam mit seinem Sohn Christoph die Restaurierung des hölzernen Barockaltars zu übernehmen. Bei der Durchführung der Arbeiten schaltete er zusätzlich die Diplomrestauratorin Katrin Etringer aus Bubenheim ein. Ihrer Aussage nach muss der Altar stilistisch in die Zeit von 1740 bis 1800, also ins späte Barock datiert werden. Die Restaurierung gestaltete sich sehr aufwendig. Im Laufe der letzten Jahrzehnte gab es bis zu sieben Überarbeitungsphasen, in der durch die unterschiedlichsten Anstriche die ursprüngliche Farbgebung nicht zu erkennen war und viele Details unkenntlich wurden. Bei der mechanischen Freilegung mittels Skalpellen, kamen die alten Gold- und Silberauflagen jedoch wieder zum Vorschein. Insbesondere die Verwendung von Silber lässt darauf schließen, dass der Altar im Innenbereich stand und gegebenenfalls als Tabernakel genutzt wurde oder auch Teil eines größeren Ensembles war. Die Holzarbeiten selbst sind von hoher Qualität und mit guten Schnitzereien versehen. Eine Besonderheit stellt das apokalyptische Lamm auf dem Buch der Offenbarung mit den sieben Siegeln dar, welches von einem Strahlenkranz umgeben ist.

Bei dem Basaltkreuz des Dietrich vom Hahn von 1658 als auch bei dem in der Kapelle befindlichen Altaraufsatz handelt es sich um denkmalgeschützte Einzelobjekte. Die sonstige Innenausstattung wie das barocke Kreuz, Kerzenleuchter und weitere Dekorationsgegenstände wurden von der Kirchengemeinde gestiftet. Damit zeigt auch die Pfarrgemeinde ihre äußere Verbundenheit mit der Ortsgemeinde.

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