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Rheinbrücke Urmitz - Engers

Am 24. März 1916 wurde mit dem Bau einer Eisenbahnbrücke für die Bahnstrecke Koblenz-Neuwied begonnen.

Diese, nach dem ältesten Sohn Kaiser Wilhelms II. benannte Kronprinz-Wilhelm-Brücke, wurde bereits am 15. August 1918 für den Verkehr freigegeben. Bei Planung und Bau der Bogenbrücke dürften strategische Überlegungen eine große Rolle gespielt haben, so zum Beispiel der bessere Transport von Nachschub an die Front. Die Kronprinzenbrücke war Teil einer Brückenfamilie aus drei ähnlichen, strategisch motivierten Eisenbahnbrücken über den Rhein. Die anderen beiden Brücken waren die Ludendorff-Brücke bei Remagen und die Hindenburgbrücke bei Rüdesheim.

Am Freitag, dem 9. März 1945, wurde die Brücke durch Pioniere der Deutschen Wehrmacht zerstört, obwohl sich auf ihr noch Soldaten auf dem Rückzug vor den heranrückenden Alliierten Truppen befanden. In den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 war die Kronprinzenbrücke einer der wichtigsten Rheinübergänge für die flüchtenden Truppen der Wehrmacht. Zur Erinnerung an die Opfer, die bei der Sprengung der Kronprinz-Wilhelm-Brücke ums Leben kamen, hat die Gemeinde Urmitz einen Gedenkstein in den Rheinanlagen errichtet. Die Basalt-Lava-Säule mit eingefasster Messingplatte, die das Abbild der 1916 errichteten Kronprinzenbrücke zeigt, soll an die Grausamkeit von Krieg und Gewalt erinnern.

Die im Jahr 1948 eingestellten Arbeiten zum Wiederaufbau fanden erst 1952 wieder ihren Fortgang. Am 23. Mai 1954 wurde die wiederhergestellte Fachwerkbrücke dem Verkehr übergeben. Damit gab es fast ein Jahrzehnt nach Kriegsende wieder eine direkte Verbindung zwischen Koblenz und Neuwied. Dies jedoch zunächst nur für rund zwei Jahre, denn am 25. August 1956 entwickelte sich auf der Brücke, die aufgrund einer Forderung der Alliierten auf eine Tragfähigkeit für die Überfahrt mit bis zu 80 Tonnen schwerer Ketten- und Radfahrzeuge angelegt und deren Fahrbelag aus Holzbohlen und schweren eisernen Platten hergestellt war, ein Brand. Fast der gesamte Bodenbelag wurde ein Raub der Flammen. Erst im Mai 1957 konnte der Zugverkehr über die Brücke wieder aufgenommen werden.

Im Dezember 1961 begannen die Arbeiten zum endgültigen zweigleisigen Ausbau der Brücke. Am 22. September 1962 wurde diese wieder dem Verkehr übergeben. Im November 1963 wurde nach 18 Jahren Unterbrechung auch der Fußgängersteg an der Brücke wieder eröffnet.

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